Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) München Nordost

Das Gelände zwischen S-Bahnlinie S8 München-Flughafen (östlich), zwischen Stadtgrenze, Lebermoosweg/ehemalige Gütergleistrasse, Stadtgrenze und Bahnlinie München-Mühldorf ist die letzte vergleichsweise dünn besiedelte Fläche Münchens.

Als Bürgerinitiative Lebenswertes Daglfing haben wir uns zum Ziel gesetzt, ihre Erschließung so mitzugestalten, dass Daglfing ein lebenswerter Wohnort bleibt.

Link auf die Web-Seite der Landeshauptstadt München mit den offiziellen Informationen über die Zukunft des Münchener Ostens: ➜ Landeshauptstadt München - Entwicklung des Münchner Nordostens.

Eine Zusammenstellung von Informationen zur Langfristigen Siedlungsentwicklung (LaSie) und zur Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für den Münchner Nordosten finden Sie ➜ hier.

 


(älter)

Informationsveranstaltung „Münchens Landschaftsschutzgebiete sind bedroht“

Die Bürgerinitiative Fauststrasse 90 führt gemeinsam mit dem BUND Naturschutz am

21. Februar 2018

im

Kulturzentrum Trudering

Wasserburger Landstr. 32
81825 München

eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung im Münchner Osten durch.

Sprechen werden Christian Hierneis, Vorsitzender BUND Naturschutz München und Horst Münzinger, Sprecher der BI Fauststraße 90.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte diesem ➜ Flyer.

 


(neuer) (älter)

Landwirt Martin Wiesheu in München

Martin Wiesheu hat seinen Hof im Münchener Ortsteil Johanneskirchen. Er und seine Familie bewirtschaften 90 Hektar Ackerfläche und damit wäre er in dieser Lage eigentlich Millionenbauer. Doch am Verkauf seines Grunds, zu welchem Preis auch immer, ist er nicht interessiert. Die Stadt München sieht das anders, sie will auf diesen Flächen Wohnungen bauen.

Sehen Sie die Reportage des Bayerischen Rundfunks über diesen Konklikt in der ➜ Mediathek des BR (verfügbar bis 19.01.2023).

 


(neuer) (älter)

Reportage auf ARTE

ARTE berichtet unter dem Titel „Weizen oder Wohnen“ über die Bürgerinitiave ➜ HEIMATBODEN München, in der sich Landwirte aus dem Münchener Norden und Nordosten organisiert haben, um sich gegen die SEM München Nord und die SEM München Nordost zu wehren.

Die Reportage dauert ca. 30 Minuten und ist auf ➜ ARTE und auf ➜ Youtube verfügbar.

 


(neuer) (älter)

Zweiter Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung

Am 8. Novemeber 2017 von 9 bis ca. 18 Uhr veranstaltet die LH München den

Zweiten Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung.

Der Veranstaltungsort ist die

Alte Kongresshalle
Theresienhöhe 15
80339 München

Das offizielle Programm finden Sie ➜ hier.
Interessenten können sich unter ➜ www.muenchen.de/lasie anmelden.
Die Teilnahme ist kostenlos.

 


(neuer) (älter)

Juristische Aspekte der SEM München Nordost

Wir haben Juristen gebeten, uns ihre Sicht auf die SEM München Nordost mitzuteilen.
Herr Rechtsanwalt Ulrich Numberger und Herr Rechtsanwalt Martin Engelmann von der Kanzlei Messerschmidt, Dr. Niedermeider und Partner waren so freundlich unserer Bitte zu entsprechen.

Insbesondere Eigentümer von Grundbesitz sollten die Abschnitte über Enteignung und Abschöpfung des Planungsgewinnes in der juristischen ➜ Stellungnahme zur SEM München Nordost sehr sorgfältig lesen.

 


(neuer) (älter)

Der „Newsletter zur geplanten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Münchner Nordosten“ vom 31. Januar 2017 wurde per E-Mail verschickt. Da er so nur denen zugeht, die sich für diesen Dienst registriert haben, stellen wir ihn allen unseren Lesern ➜ hier zur Verfügung.

Dieser Newsletter enthält wichtige Informationen. Insbesondere Eigentümer von Grundstücken sollten ihn sorgfältig lesen, denn die am 25. Januar 2017 beschlossene Satzung über ein Vorkaufsrecht ist ein weiterer Schritt in Richtung Enteignung. Zu diesem Thema werden wir voraussichtlich im April 2017 eine ausführliche juristische Stellungnahme veröffentlichen.

Die Leser finden viele Informationen zum Stand der Planungen und den Terminen für die Beteiligung der Bürger. Wir hoffen, dass die Veranstaltungen gut besucht werden und möglichst viele Bürger diese Angebote wahrnehmen um ihre Meinung kundzutun.

Der Stadtrand im Münchner Osten wird sich komplett verändern. Gestalten Sie mit!

Unsere Stellungnahme zum derzeitigen Stand der Planung:

Alle drei Varianten gehen von einem Potential von ca. 30.000 Einwohnern und 10.000 Arbeitsplätzen aus. Das ist nahezu eine Vervierfachung des derzeit geltenden Flächennutzungsplans von 10.000 Einwohnern und 2.000 Arbeitsplätzen.

Zum Vergleich seien hier die Einwohnerzahlen einiger großer Kreisstädte in Bayern genannt:

Stadt     Einwohner     Fläche     Einwohner je km²      
Deggendorf   32.189   77,2 km²   417   (Quelle: ➜ Wikipedia)
Forchheim   31.651   44,4 km²   712   (Quelle: ➜ Wikipedia)
Neuburg an der Donau   29.182   81,3 km²   359   (Quelle: ➜ Wikipedia)
Landsberg am Lech   28.708   57,9 km²   496   (Quelle: ➜ Wikipedia)
Stadtbezirksteil   Einwohner   Fläche   Einwohner je km²    
Neuperlach   50.000   10,0 km²   5.000   (Quelle: ➜ Neuperlach.info)
Entwicklungsgebiet   30.000   3 - 6 km²   10.000 - 5.000    

Wir halten eine Schaffung von Wohnraum in dieser Größenordnung für diskussionswürdig, insbesondere da diese Zahlen erst heute auf dem Tisch gelegt werden, obwohl sie von Beginn an Bestandteil der Planung waren (➜ Stellungnahme zur Leistungsbeschreibung SEM).

Wir möchten nicht hinnehmen, dass über die Anzahl der geplanten Wohnungen nicht diskutiert wird. Wir halten die genannte Größenordnung für nicht verträglich. Und zwar nicht nur nicht verträglich für den Münchner Osten, sondern für die gesamte Stadt. Wir vermissen Informationen über die verkehrlichen Auswirkungen, über Immissionen und die langfristigen klimatischen Effekte und das Stadtklima für die bereits ansässige Bevölkerung.

Unsere Kritik, geäußert anläßlich des Workshops am 11. März 2017 zur Vorstellung der Varianten, können Sie ➜ hier einsehen.

​Misstrauen in Bezug auf Aussagen des Planungsreferats sowie insbesondere auch auf die anschließende freie Interpretation dieser Aussagen durch die Lokalbaukommission im Genehmigungsverfahren ist leider angebracht:

  • Aus 10000 Einwohnern und 2000 Arbeitsplätzen wurden bis zum Januar 2017 30.000 Einwohner und 10.000 Arbeitsplätze.
    Noch bei dem Workshop im Juli 2015 wurden uns Bürgern diese Zahlen (10.000 Einwohner und 2.000 Arbeitsplätze) genannt.
  • Jeder kann sich selbst davon überzeugen, ob sich der Baumarkt an der Riemer Straße, wie im Bebauungsplan angekündigt, verträglich in das Orts- und Landschaftsbild einfügt.
    Nähere Infomationen hierzu finden Sie unter ➜ Aktuelles Baumarkt.
  • Aus der der Bevölkerung präsentierten Begründung zur Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes am Standort "Hüllgraben", nämlich als Ersatzstandort der ehemals ​im Münchner Westen​ (Bereich Birketweg) ansässigen​ klein- bis mittelständischen ​Firmen wurde die Genehmigung u.a. eines riesigen Logistikzentrums mit mindestens 150 Sprinter- und 30 LKW-Bewegungen pro Tag.
    • Dieses Gebäude umfasst mit Zufahrten die Fläche von im Bebauungsplan vorgesehenen drei einzelnen Bauten. Der Versiegelungsgrad ist daher um ein Vielfaches höher.
    • Die, den Bürgern versprochene, ausreichende Eingrünung und Gliederung des Baugebietes wird nicht stattfinden.
    • Die Lagerhalle wurde zweistöckig genehmigt, obwohl laut Bebauungsplan lediglich ebenerdige Lagerhallen erlaubt sind.
    • Entgegen den Zusagen des Planungsreferats anlässlich der Bürgerbeteiligung zur Auf​s​tellung des Bebauungsplans wurden im späteren Genehmigungsverfahren durch die Lokalbaukommission kein​e​ Begrünung der übergroßen Flächen vorgeschrieben​, obwohl diese laut Freiflächengestaltungssatzung besonders geeignet​ wären (§4 Abs. 2​: Unter besonderer Berücksichtigung der Architektur sollen geeignete, insbesondere​ ​großflächige Außenwände baulicher Anlagen, mit hochwüchsigen, ausdauernden​ ​Kletterpflanzen begrünt werden. Als geeignet gelten insbesondere Industrie- und​ ​Gewerbegebäude​.).

(neuer) (älter)

Der „Newsletter zur geplanten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Münchner Nordosten“ vom 22. September 2016 wurde per E-Mail verschickt. Da er so nur denen zugeht, die sich für diesen Dienst registriert haben, stellen wir ihn allen unseren Lesern ➜ hier zur Verfügung.

 


(neuer) (älter)

Der „Newsletter zur geplanten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Münchner Nordosten“ vom 11. Juni 2016 wurde per E-Mail verschickt. Da er so nur denen zugeht, die sich für diesen Dienst registriert haben, stellen wir ihn allen unseren Lesern ➜ hier zur Verfügung.

Unsere Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung ist:

Ein Danaergeschenk für die Bürger im Münchner Osten​: Die Tunnellösung

Die LH München hat einen dritten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht, der darüber informiert, dass der Stadtrat beschlossen hat, die Mehrkosten für die Tunnellösung beim angestrebten viergleisigen Ausbau der S8 Trasse zu übernehmen.

Was der Newsletter aber verschweigt ist​ zu​ welchem Zweck dieser Beschluss gefasst wurde​:
Um eine möglichst dichte Bebauung des Münchner Nordosten​ ​zu ermöglichen!

​Auch verliert er kein Wort zu den Wohnungsbauplänen der Stadt, die​ OB Reiter​ am Mittwoch​, den​ 13.7.2016​ vorgestellt​ hat:

Stadtbaurätin Elisabeth Merk sieht in München Potential für 62500 Wohnungen, wobei hiervon mindestens 15000 Wohnungen bzw. 30000 Einwohner östlich der S-Bahn Trasse gebaut werden sollen berichten SZ, AZ und TZ in ihren Ausgaben vom 14. Juli 2016. Zitat Frau Merk: „Es gibt noch Flächenreservoirs und geheime Pläne, die wir nicht präsentieren.“. Auch Wohnhäuser mit bis zu 70 Metern Höhe wolle sie nicht ausschließen (TZ, Seite 4).
Da es für derart hohe Häuser im sonstigen Stadtgebiet keinen Platz gibt ​und diese auch gar nicht genehmigungsfähig wären ​müssen wir annehmen, dass die „geheimen Pläne“ sich auf unser Wohngebiet im Nordosten beziehen.

Nun fragen wir uns natürlich, welchen Sinn eine Bürgerbeteiligung hat, wenn den Bürgern total veraltete Zahlen (die Rede ist immer von geplanten 10000 Einwohner und 2000 Arbeitsplätzen) präsentiert werden, die tatsächlichen Pläne schon längst erarbeitet aber „geheim“ sind.

Nur soviel war am 28.7.2016 in der SZ zu lesen, dass als Vorbild für die Bebauung im Nordosten ein beliebtes Wohnviertel wie Schwabing gilt. Dort wohnen etwa 15000 Menschen auf 100 Hektar. Die SZ schreibt weiter: „Reihenhäuser wird es nicht geben können, sagte Merk. Vielmehr Wohnhäuser- oder Blöcke wie in den urbanen Vierteln in der Innenstadt“.

Die „urbanen Viertel“ der Innenstadt und Schwabing leben aber von den vielen Geschäften, Lokalen und Bars und deren Besucher (Touristen, Münchner aus anderen Stadtvierteln und Menschen aus dem Umland) und wir sind gespannt darauf wie Frau Merk die einfallslosen Schuhschachteln, die seit Jahren in und um München gebaut werden, mit urbanem Leben füllen will.

Insofern halten wir den Informationsgehalt dieses Newsletters für eher gering und für nicht geeignet, die Bürger zu informieren oder gar zu beteiligen.

 


(neuer) (älter)

Der folgende Text ist der „Newsletter zur geplanten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Münchner Nordosten vom 6. Oktober 2015“:

Newsletter zur geplanten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Münchner Nordosten vom 6. Oktober 2015

(Titelbild)

Inhalt:

  1. Rückblick Sommer-Workshop
  1.1 Bestandsaufnahme
  1.2 Entwürfe der Leitsätze
  1.3 Ergebnisse der Ist-Analyse
  1.4 Thementische
  2. Fragebogen für Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer
  3. Tipps & Termine

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Urlaubszeit und der Sommer sind zu Ende. Ein guter Moment, um Ihnen ein Update zum Münchner Nordosten zu schicken und kurz die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen kompakt zusammenzufassen.

1. RÜCKBLICK SOMMERWORKSHOP VOM 18. Juli 2015

Den Sommerworkshop haben viele von Ihnen vermutlich noch in Erinnerung. Am 18. Juli 2015 standen Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk, Planerinnen und Planer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung in der Aula der Anni-Braun-Schule interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

In ihrer Begrüßungsrede machte die Stadtbaurätin deutlich, dass die Verwaltung vor großen Herausforderungen steht: Aus den jetzt 1,5 Millionen Münchnerinnen und Münchnern werden bis 2030 wohl bereits 1,7 Millionen. Die Stadtbaurätin betonte, dass es zeitgemäßer Konzepte und neuer planerischer Wege bedarf: „Es geht um gute Erschließung, es geht um Mobilität, es geht um soziale Infrastruktur für Familien und alle anderen – in Zeiten des demografischen Wandels insbesondere auch für ältere Menschen“. Ein integriertes Strukturkonzept für die Entwicklung von Siedlung, Landschaft, Verkehr und Infrastrukturen soll die Grundlagen schaffen, um die verschiedenen Ansprüche bestmöglich zu erfüllen. Wie der ➜ Planungsprozess aussieht erklärte Michael Hardi, Baudirektor.

In der Aula der Anni-Braun-Schule stellte die Sprecherin der Planungs-Teams, Landschaftsplanerin Andrea Gebhard, unter anderem erstmals die Entwürfe der Leitsätze für die neuen Quartiere vor. Erläutert wurden auch die Ergebnisse der Bestandsaufnahmen des Stadtgebiets, mit denen die Planerinnen und Planer 2014 begonnen haben. Die Erkenntnisse aus der so genannten Ist-Analyse zu den Qualitäten und Defiziten des Planungsgebiets stellte Frau Dr. Agnes Förster vor. Abschließend wurden verschiedene Exkursionen in die Hüllgraben-Landschaft, auf das Gelände des Rennvereins, zum Gut Riem und nach Johanneskirchen angeboten, um die Stadtteile auch in der Praxis besser kennenzulernen. Zuvor waren Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen und Anliegen an verschiedenen Thementischen mit Stift, Papier und Fotocollagen einzubringen und mit den Expertinnen und Experten zu diskutieren. Parallel haben Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule München Daglfing zu einer multimedialen Ausstellung über ihre Visionen zum Münchner Nordosten eingeladen. In dem Schülerprojekt ist auch ein Rap-Video entstanden, das viel Beifall fand und in dem zwei Schüler aus ihrer Sicht in expliziten Worten zur Stadtentwicklung im Münchner Nordosten Stellung nahmen.

1.1 BESTANDSAUFNAHME

Mehrere Monate hindurch haben die Gutachterinnen und Gutachter das Planungsgebiet hinsichtlich verschiedenster Kriterien untersucht, Daten analysiert und Ergebnisse in einer detaillierten Bestandsaufnahme zusammengefasst. Die dabei entstandenen Karten und Grafiken wurden von Andrea Gebhard auf dem Sommer-Workshop vorgestellt und fanden in einer kleinen Plakat-Ausstellung das Interesse vieler Anwohnerinnen und Anwohner.

1.2 ENTWÜRFE DER LEITSÄTZE

Die Planungsteams haben aktuell neun Leitsätze definiert, die sich u.a. aus den Gegebenheiten und Herausforderungen der besonderen Situation im Münchner Nordosten ableiten. Die erstmalige Präsentation der Leitsätze war ein zentraler Aspekt des Sommerworkshops.

Folgende Leitsätze wurden erarbeitet:

  • Adresse(n) Nordost: Lokale Identitäten wertschätzen, ausprägen und zur Visitenkarte des Stadtteils machen.
  • Nordost Collage: Kreativer Umgang mit den unterschiedlichen Siedlungsbausteinen und Weiterentwicklung zu attraktiven Quartieren.
  • Lokal ist nachhaltig: produktive Räume sichern und lokale Kreisläufe fördern.
  • Zivilgesellschaft: offene Stadtgesellschaft – unterschiedliche Lebensstile und ziviles Engagement ermöglichen und fördern.
  • Ökosysteme & Landschaft entwickeln (Artenvielfalt stärken und Ressourcen schützen.)
  • Möglichkeitsraum Nordost (Vielfalt ermöglichen, Spielräume lassen, Kreativität fördern, Raum für die Entfaltung unterschiedlicher Lebensräume)
  • Planungskultur: offen und flexibel, um auf neue Herausforderungen reagieren zu können und resiliente Stadtstrukturen zu schaffen.
  • Vis-à-vis: Bezüge zu Nachbarstadtteilen und -gemeinden verbessern. Die Landschaft verbindet im regionalen Maßstab.
  • (Nah)mobil: Mobilität vernetzt denken - alle Mobilitätsformen und ÖPNV-Systeme fördern. Nahmobilität als Basis attraktiver Quartiere.

Hier finden Sie neben der ➜ Gesamtpräsentation auch ➜ Poster zur Bestandsaufnahme und einen Überblick über die ➜ Leitsätze.

1.3 ERGEBNISSE DER IST-ANALYSE

Auf der Grundlage von Interviews und Straßenumfragen mit verschiedenen Akteuren aus dem Gebiet sowie durch die Ergebnisse der Workshops hat Dr. Agnes Förster, die die Stadt für das Projekt bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, die Qualitäten und Mängel des Nordostens analysiert. Ihre Analyse wurde auf dem Sommerworkshop der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Die mit Wortfeldern aufbereiteten Interview-Ergebnisse veranschaulichen, wie die Menschen ihren Stadtbereich charakterisieren.

➜ Link zur Präsentation der Ist-Analyse

1.4 THEMENTISCHE

(Thementische)

Die Leitsätze für den Münchner Nordosten wurden zu übergeordneten Themen zusammengefasst und an sogenannten Thementischen mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Neu hierbei war auch die Methode der "Bildertürme". Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten unter einer Vielzahl an verschiedenen Fotos von Gebäuden, Situationen, Plätzen und Stimmungen auswählen und durch Bekleben von kleinen Kartonwürfeln ihre ganz pesönliche Vision als Übersetzung der Leitsätze zum Ausdruck bringen. Es bot sich die Möglichkeit, die Würfel zusätzlich mit bunten Stiften zu beschriften um so auch ganz konkrete Wünsche und Sorgen zu äußern. Die einzelnen Würfel wurden dann als gestapelte Bildertürme auf Luftbildern verortet. Über die ➜ Bildergalerie können Sie sich einen Eindruck verschaffen.

Einen kurzen inhaltlichen Überblick über die Ergebnisse des Workshops durch die Arbeiten an den Thementischen möchten wir Ihnen hier geben.

Thementisch Identität:

Der Landschaftsraum mit seinem ursprünglichen Charme gilt als das eindeutige Identitätsmerkmal. Einhellige Meinung herrschte daher in den Workshops darüber, dass die offene Landschaft und der Hüllgraben unbedingt erhalten bleiben sollen. Auch der Pferdesport gilt als wichtiger Identitätsträger des Gebiets, den viele erhalten möchten. Das Gleiche gilt für die Landwirtschaft, die nach Meinung vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer zumindest in kleinem Maße bewahrt werden solle – beispielsweise mit Kräutergärten, Kürbis- oder Beerenfeldern.

Oft hörte man den Vorschlag, dass eine umfassende Bebauung der Identität stiftenden Landschaft vermieden werden soll, z.B. indem kompakte Quartiere geschaffen und flächensparend geplant wird. Auf der anderen Seite gab es aber auch das Bedürfnis nach einer niedrigen und aufgelockerten Bebauung. Vielen Diskutierenden war es wichtig, auf kleinräumige Identität im Quartier zu setzen, anstatt mit großen Bauwerke ein Image nach außen zu produzieren. Es bestand eine große Nachfrage nach Plätzen, an denen sich Menschen begegnen können. Man wolle sich kennenlernen, sich austauschen, eine lebendige Nachbarschaft leben. Dazu brauche es Räume, die für jede und jeden barrierefrei zugänglich sind.

Thementisch Mobilität:

An diesem Thementisch wurde wohl am intensivsten diskutiert. Den Bahntunnel sieht man einhellig als wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung. Viele Kommentare zielten auf den generellen Ausbau der verkehrlichen Infrastruktur und die Anbindung des Münchner Nordostens in alle Richtungen. Gefordert wurden auch innovative Konzepte wie autofreie Quartiere, Shared Space-Plätze, Expressbusse, die Förderung von Carsharing und E-Mobilität sowie ein modernes Garagenmanagement. Fahrradverkehr soll über den Ausbau von Radschnellwegen und bessere Mitnahmemöglichkeit im öffentlichen Nahverkehr gefördert werden. Für den ÖPNV werden Erhöhung des Takts, Anschlüsse in alle Richtungen und Barrierefreiheit gefordert.

Thementisch Planungskultur:

Die Bürgerinnen und Bürger betonten, dass man sich ein starkes Mitspracherecht wünsche. Zugleich äußerten aber einige der Teilnehmenden die Befürchtung einer zu starken Gewichtung von Einzelinteressen. Die offene Planungskultur soll, so die Meinung in den Workshops, von einer systematischen Befragung und Beteiligung begleitet werden, um Zufälligkeiten zu vermeiden. Dazu gehört neben der breiten Information über Publikationen und Internet auch die aktive Einbeziehung von benachteiligten und unterrepräsentierten Gruppen.

Thementisch Landschaft:

Besonderer Wert wurde auf die Integration von Wasserläufen gelegt. Der renaturierte Bereich des Hüllgrabens soll nach Meinung der Workshop-Teilnehmenden als erlebbares Gewässer ausgebaut werden und könnte als landschaftliches Vorbild für die zukünftige Entwicklung dienen. Es wurde gefordert, Naturschutzflächen zu schaffen und den Mut zu haben, die Natur stellenweise sich selbst zu überlassen. Weitere konkrete Ideen waren u.a. ein Badesee am Hüllgraben, ein überregionaler Biergarten, ein Erlebnispädagogisches Zentrum, ein CO2-neutraler Stadtteil und eine grüne „Parkbrücke“ vom Zamilapark nach Daglfing.

Thementisch Siedlung:

Wie sieht eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt aus? Nach Meinung vieler Bürgerinnen und Bürger sollte es Zentren mit belebten Plätzen, kleinen Läden und vielfältiger Architektur geben. Wohnen, Arbeiten und Einkaufen sollen in räumlicher Nähe organisiert werden. Quartiere wie Neuhausen und Haidhausen wurden als positive Vorbilder benannt. Siedlungsschwerpunkte wurden entlang der S-Bahnlinie gesehen. Viel Unterstützung gab es für die Idee von Siedlungsinseln, die differenziert entwickelt werden könnten: sehr urban und dicht, neben dörflich und ruhig. Historische Wegverläufe sollen ablesbar bleiben.

Besonders gefreut haben wir uns über die große Zufriedenheit der Besucherinnen und Besucher. In 88 Prozent der 50 abgegebenen Feedbackbögen bezeichneten Sie sich durch das Veranstaltungsformat und die vermittelten Inhalte als „sehr gut“ (51%) oder „gut“ (37%) über den Sachstand informiert.

2. FRAGEBOGEN: HABEN SIE EIN GRUNDSTÜCK IM PLANUNGSGEBIET?

Seit Juni 2015 haben wir ca. 530 Eigentümerinnen und Eigentümer angeschrieben, die eines oder mehrere Grundstücke im Planungsumgriff besitzen. Neben ➜ allgemeinen Informationen über die beabsichtigten Maßnahmen sollten mit einem, dem Schreiben beigefügten, Fragebogen unter anderem Informationen über die Mitwirkungsbereitschaft eingeholt werden.

Sollten Sie als Grundstückseigentümerin bzw. -eigentümer den ➜ Fragebogen noch nicht ausgefüllt haben, würden wir uns freuen, wenn Sie sich jetzt kurz Zeit dafür nehmen würden. Wer seinen Fragebogen nicht mehr findet, kann selbstverständlich ein weiteres Exemplar anfordern oder den Fragebogen direkt auf der Webseite herunterladen. Dort finden Sie auch viele weitere Informationen.

Falls Sie keinen Fragebogen erhalten haben, melden Sie sich bitte kurz bei uns, damit wir Ihre Adresse überprüfen können.

Ihr Ansprechpartner: Herr Josef Stock, Tel: (089) 233 22789, Email: nordosten(at)muenchen.de

3. TIPPS & TERMINE

8. Oktober 2015, 19 Uhr: Bürgerversammlung Stadtbezirk 15, Trudering-Riem Kulturzentrum Trudering, Wasserburger Landstraße 32

Oktober 2015: Erscheinungstermin des 2. Journals „Neues im Nordosten“

22. Oktober 2015, 19 Uhr: Bürgerversammlung Stadtbezirk 13, Bogenhausen Turnhalle der Helen-Keller-Realschule, Fürkhofstraße 28

11. November 2015, 19 Uhr: Stadtentwicklungs-Stammtisch des Nordost-Forums Gaststätte Pyros, Englschalkinger Straße 206

Schön, dass Sie sich für unseren elektronischen Rundbrief angemeldet haben. Wenn Sie Freundinnen, Freunde oder Bekannte haben, die Ihrer Meinung nach auch über die Neuigkeiten zu den Planungen im Münchner Nordosten auf dem Laufenden bleiben sollten, erzählen Sie doch gerne von der Möglichkeit des Newsletter-Abos. Zur Anmeldung (oder Abmeldung) geht es ➜ hier.

Ihr Team Münchner Nordosten

Ende des Newsletters.

 


(neuer) (älter)

Neuigkeiten zum Sommer-Workshop – Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Die Landeshauptstadt München hat die ➜ offizielle Einladung und ein lesenswertes ➜ Journal mit dem Titel „Neues im Nordosten“ zum Sommer-Workshop 2015 «Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme „Münchner Nordosten“» veröffentlicht.

 


(neuer) (älter)

Sommer-Workshop – Stadtentwicklung im Münchner Nordosten

Die Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, lädt alle interessierten Bürger zum Sommer-Workshop 2015 zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Münchner Nordosten“ ein. Anwohner, Eigentümer sowie Vertreter aus Parteien, Verbänden, Initiativen und Einrichtungen können ihre Ansichten einbringen, sich über Konzepte austauschen und Ideen entwickeln, wie der Dialog mit den angrenzenden Stadtvierteln und Gemeinden verbessert werden kann.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird Einladungspostkarten verteilen und die Veranstaltung über Plakate und die Presse bewerben.

Unter anderem erhalten die Teilnehmer:

  • Informationen zum aktuellen Sachstand
  • Einblick in die Analyseergebnisse zur heutigen Raumwahrnehmung und zu den Wünschen und Anliegen für die Zukunft aus Sicht verschiedener Zielgruppen im Münchner Nordosten
  • Möglichkeiten, sich mit Impulsen an der Entwicklung der Leitsätze für den Münchner Nordosten einzubringen

Im Anschluss sind die Teilnehmer eingeladen, den Münchner Nordosten auf Spaziergängen und bei Stadtteilführungen zu erkunden.

Termin:

Samstag, 18. Juli 2015
Workshop 10:00 – 16:00 Uhr
Exkursionen 16:30 – 19:00 Uhr

Ort:

Aula der Anni-Braun-Schule
Musenbergstraße 32
81929 München - Johanneskirchen

Anmeldung:

Aus organisatorischen Gründen bittet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung um Anmeldung bis Freitag, den 10. Juli unter:
info (at) studio-stadt-region.de


 


(neuer) (älter)

Broschüre zur bisherigen Bürgerbeteiligung an der SEM München Nordost

Die Landeshauptstadt München hat die wichtigsten Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung in einer ➜ Broschüre zusammengefasst.

Da wir mit dieser Zusammfassung in einigen Punkten nicht einverstanden sind, haben wir per ➜ offenem Brief Stellung bezogen.

 


(neuer) (älter)

Protokoll der Podiumsdiskussion beim Workshop zur Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme München Nordost

Am 24. und 25. Juli 2014 fand im Rahmen der Bürgerbeteiligung an der Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme München Nordost ein Workshop mit Podiumsdiskussion statt.

Die BI Lebenswertes Daglfing hat an diesem Workshop teilgenommen. Unser ➜ Protokoll der Podiumsdiskussion können Sie hier lesen.

 


(neuer) (älter)

Zusammenfassung und Stellungnahme zur Leistungsbeschreibung SEM

Das Planungsreferat hat die fünf Gutachten im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung für eine Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) in Auftrag gegeben. Die ➜ Vergabeunterlagen sind insgesamt 193 DIN-A4-Seiten lang. Unsere zweite Vorsitzende hat dieses Schriftstück gelesen, ➜ zusammengefasst und kommentiert.

 


(neuer) (älter)

Bezirksausschuss lehnt Erschließung über Riem einstimmig ab

In der Sitzung des Bezirksausschuss am 10.12.2013 lehnten seine Mitglieder einstimmig „provisorische Maßnahmen oder Interimsbauwerke zur Querung der Bahnstrecke kategorisch ab.“ Eine „temporäre Lösung“ (wie das Planungsreferat beschwichtigend formuliert) zur Erschließung des zu bebauenden Gebietes östlich der S8-Bahntrasse von Süden über den Schatzbogen würde dazu führen, dass der vom Stadtrat im Februar 2012 favorisierte Bahntunnel überflüssig wäre. Das wollen die BA-Mitglieder auf alle Fälle vermeiden.
In der Beschlussempfehlung des BA heißt es dazu:

Anlässlich der Informationstermine des Planungsreferats mit Vertretern des Bezirksausschuss 13 im Oktober bzw. November 2013 ist es dem Bezirksausschuss 13 wichtig, folgende Punkte nochmals darzustellen:

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird gebeten, an einer sachlichen Informationsveranstaltung mit Ideenfindung, zu der der Bezirksausschuss 13 einlädt, teilzunehmen, dort den Sachstand darzustellen und die Ideen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen.

Darüber hinaus besteht der Bezirksausschuss 13 weiterhin auf Verlegung der S-8- und Güterzug-Trasse zwischen Zamdorf und Johanneskirchen in die Tunnellage und lehnt jegliche provisorische Maßnahmen oder Interimsbauwerke zur Querung der Bahnstrecke kategorisch ab.

 


(neuer) (älter)

Planungsreferat lehnt frühzeitige Bürgerbeteiligung ab

Die Forderung der Bürgerversammlung des Stadtbezirks Bogenhausen nach frühzeitiger Bürgerbeteiligung bei der Erschließung des Münchener Nordostens wird vom Planungsreferat abgelehnt bzw. wie das Planungsreferat in schönstem Amtsdeutsch formuliert „zur Kenntnis genommen“ und „im Rahmen der nächsten Schritte der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Münchner Nordosten ... vorbereitet“.
So zu lesen in der ➜ Beschlussvorlage des Planungsreferats zur Empfehlung der Bürgerversammlung des Stadtbezirkes Bogenhausen vom 25.10.2012.

Alle Dokumente zu diesem Vorgang finden Sie im ➜ RatsInformationsSystem der LH München.

 


(neuer) (älter)

Bericht über die Informationsveranstaltung von Herrn Finkenzeller (CSU), B.I.E.N.E. und BI Lebenswertes Daglfing zum Thema „Nachverdichtung im Münchner Nordosten“

Am 24.11.2013 hat Herr Finkenzeller (CSU), Mitglied im Bezirksausschuss Bogenhausen und dort Sprecher des Unterausschusses Planung, gemeinsam mit den Bürgerinitiativen Lebenswertes Daglfing (BI Lebenswertes Daglfing) und ➜ Englschalkings neue Entwicklung (B.I.E.N.E) einen Informationsabend veranstaltet zum Thema „Nachverdichtung im Münchner Osten“.

Zunächst hat Herr Finkenzeller den Beschluss des Planungsreferats vom 13.11.2013 erläutert:

Eine Nachverdichtung wird über Riem (Stadtbezirk Trudering) geplant, d.h. die Stadt rückt von ihrer alten Position ab, dass eine Nachverdichtung im Münchner Nordosten nur mit Tieferlegung der S-Bahn möglich ist. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel Informationen zur Langfristigen Siedlungsentwicklung (LaSie) und zur Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für den Münchner Nordosten.

In diesem Zusammenhang hat die CSU folgende Anträge im Bezirksausschuss, und dort einstimmig beschlossen, an das Planungsreferat gestellt, die von uns als Bürgerinitiativen unterstützt werden:

  1. Forderung nach einer umfassenden Bürgerbeteiligung schon vor der Vergabe der Gutachten, da die Fragestellungen zu den Gutachten schon wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse nehmen.
  2. Ohne Tieferlegung der S-Bahn keine Nachverdichtung, provisorische Erschließungsmaßnahmen werden abgelehnt, wie z.B. provisorische Brücken über das S-Bahn-Gleis.
  3. Das Straßennetz muss parallel zur Verdichtung ausgebaut werden, nicht nachträglich.
  4. Der öffentliche Nahverkehr bedarf der Verbesserung (Verlängerung der U4).
  5. Das Verkehrsgutachten muss auch die Belastungen der umgebenden Straßen des Planungsgebietes berücksichtigen.
  6. Forderung nach dezentralen Infrastruktureinrichtungen.
  7. Berücksichtigung des Bedarfs an Schulen im Anfangsstadium der Planung.

Herr Finkenzeller erörterte die Vor- und Nachteile kleiner Bebauungspläne gegenüber einer Gesamtüberplanung des Gebietes. SEM führe quasi zu einer Enteignung: Die Bodenpreise werden festgefroren, es gilt eine Verkaufssperre, die Stadt hat ein Vorkaufsrecht. Um das derzeitige Ortsbild von Daglfing, Johanneskirchen und Englschalking zu erhalten, wäre es sinnvoll eine Ortsbildsatzung zu erlassen. Dies sei aber von der Stadt München nicht gewünscht, sondern eine moderne Großstadt wird angestrebt (Motto: urban, kompakt, grün)

Herr Finkenzeller berichtete noch von einem ➜ Gutachten des BUND Naturschutz und des Landesbundes für Vogelschutz, das diese am 28.5.2013 dem 3. Bürgermeister vorgestellt haben mit dem Wunsch, dass die Ergebnisse in die nun anstehenden gutachterlichen Untersuchungen einfließen mögen. Auf einer Karte sind die Flächen bezeichnet, die nicht bebaut werden sollen. Eine Bebauung soll lediglich 90,7 ha umfassen, die restliche Fläche, ca. 480 ha, soll für Naherholung, Landwirtschaft und Biodiversität ohne Bebauung bleiben.

Einigkeit herrschte unter den Anwesenden, dass eine Bebauung wie in Riem oder Neuperlach nicht wünschenswert ist und die Verkehrsplanung als Grundlage einer Bebauung eine Schlüsselfunktion inne hat.

Wir als Bürgerinitiativen möchten von Anfang mitgestalten und setzen uns für den Erhalt unserer Stadtviertel ein. Wir wollen erreichen, dass sich die zukünftige Bebauung in unser Stadtviertel einfügt, sich an die vorhandene Bebauung anpasst und der Ausbau der Infrastruktur nicht nach, sondern vor den Baumaßnahmen stattfindet.

Auch sind wir der Meinung, dass diskutiert werden muss, ob der geplante verstärkte Wohnungsbau geeignet ist, die Preissteigerungen im Immobiliensektor zu bremsen. In anderen Großstädten (z.B. London) hat dies nicht funktioniert.

Und wir werden Herrn Umweltminister Huber, der am 04.11.2013 anlässlich einer Veranstaltung des „Bündnis zum Flächensparen“ erklärt hat, ➜ den Flächenverbrauch in Bayern deutlich senken zu wollen, beim Wort nehmen und um Beistand gegen das Planvorhaben der Stadt München bitten (11.000 Wohnungen und 2000 Arbeitsplätze).

Wenn Sie unsere Ziele teilen, bitten wir Sie um Unterstützung durch Ihre Mitgliedschaft in einer unserer Bürgerinitiativen.

 


(neuer) (älter)

Informationen zur Langfristigen Siedlungsentwicklung (LaSie) und zur Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für den Münchner Nordosten

Mit dem ➜ Grundsatzbeschluss des Stadtrats vom 28.10.2009 wurde (Beschluss gegen die Stimmen der CSU-Fraktion) das Projekt "Langfristige Siedlungsentwicklung" gestartet um dem prognostizierten Bevölkerungswachstum in der Region München Rechnung zu tragen und Möglichkeiten von Flächenbereitstellung für den Wohnungsbau zu klären. Das Planungsreferat wurde ermächtigt, in mehreren Gutachten Entscheidungsgrundlagen für den Stadtrat zu entwickeln und zu bewerten. Ergebnis aus diesen LaSie-Gutachten sind fünf Strategien der langfristigen Siedlungsentwicklung:

  1. Verdichtung in Gebieten mit offener Bauweise/Ein- und Mehrfamilienhausgebiete (Verdoppelung bzw. Verdreifachung der Geschoßflächenzahl (GFZ), Blockrandentwicklung).
  2. Verdichtung von Siedlungen mit Geschosswohnungsbau (Aufstockung, Anbau, Abriss, Neubau).
  3. Verdichtung in der Innenstadt (Aufstockung).
  4. Umstrukturierung von Gewerbegebieten (Durchmischung gewerblich genutzter Gebiete mit Wohnen).
  5. Siedlungsentwicklung am Stadtrand, Entwicklung der Landschaft.

Als Untersuchungsgebiet zu Punkt 5 des LaSie-Gutachtens (Siedlungsentwicklung am Stadtrand) wurde der Münchner Nordnosten festgelegt, da hier die letzten großen zusammenhängenden Flächen, die noch bebaut werden können, liegen. Für diesen Bereich hat die Vollversammlung des Stadtrats am 5.10.2011 (einstimmig) vorbereitende Untersuchungen für eine Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gemäß den §§ 165 ff. BauGB beschlossen. Zunächst soll geprüft werden, ob sich eine Entwicklung zweckmäßig durchführen lässt. Dazu gehört die Ermittlung und Analyse von Eigentumsverhältnissen, von Bodenverhältnissen, der vorhandenen Erschließung und Erreichbarkeit, der vorhandene Bebauung, der planungsrechtlichen Qualitäten der Grundstücke, Ermittlung und Analyse von Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutz, des Bedarfs von Ausgleichsflächen, der Klimaverhältnisse, von Immissionen aus Verkehr, Landwirtschaft und Gewerbe, der öffentlichen und privaten Versorgung und der rechtlichen Voraussetzungen für den Erlass einer Entwicklungssatzung.

Im Einleitungsbeschluss ➜ Sitzungsvorlage Nr. 08-14/V 07597 vom 28.09.2011 ist unter Punkt 3.1. „Lage im Stadtgebiet und örtliche Situation“ zu lesen: „Voraussetzung für eine Siedlungsentwicklung ist, die Straßenverbindungen in die östlich gelegenen Siedlungsgebiete bedarfsgerecht und höhenfrei auszubauen.“.

Am 13.11.2013 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung ➜ einen weiteren Beschluss zum Thema Entwicklungsmaßnahme für den Bereich Nordosten gefasst, der am 27.11.1013 der Vollversammlung des Stadtrates vorgelegt wurde, und einstimmig beschlossen wurde. Er umfasst die Erweiterung des Umgriffs um den Bereich zwischen der Bahnlinie München - Mühldorf (südlich) und der Riemerstr. (nördlich) .

Grund für diese Erweiterung ist die Absicht, die Flächen der derzeitigen Galopprennbahn und der Olympia-Reitanlagen auch - unabhängig von der Querung der S-8-Trasse - vom Süden her, möglicherweise in der Verlängerung des Schatzbogens zu erschließen. Geprüft soll auch werden, ob man die Pferdesportflächen (Galopprennbahn Riem, Olympia-Reitanlagen und Trabrennbahn Daglfing) zu einem Pferdesportzentrum an einem Standort entwickeln kann.

Das gesamte Gebiet umfasst 595 ha. Es sollen mittlerweile mindestens 11.000 Wohnungen und 2000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Geplant sind folgende Gutachten:

  1. Verkehr und Erschließung
    Es soll untersucht werden, wie das Gebiet mit Schwerpunktsetzung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes (zu Fuß, mit dem Rad und mit dem ÖPNV) erschlossen werden kann und an das bestehende Netz des ÖPNV und das Straßennetz angebunden werden kann. Es werden vom Gutachten provisorische Erschließungsmaßnahmen erwartet um Teilbereiche zu entwickeln, vor Fertigstellung der barrierefreien Querung der S8-Bahn-Trasse.
  2. Siedlungsentwicklung
    Es werden Aussagen zur möglichen baulichen Dichte und Typologien erwartet sowie zur stufenweisen Entwicklungsmöglichkeit vor Fertigstellung einer Tieferlegung der S-Bahn.
  3. Landschaftsplanerisches Gutachten
    Analyse und Typisierung des Landschaftsbildes, Bewertung der klimafunktionalen Situation durch Bestandsaufnahme und Eignungsbewertung sowie Entwicklung einer landschaftlichen Leitidee.
  4. Immissionen
    Die Abhängigkeiten der baulichen Entwicklung von Einschränkungen bzgl. des Immissionsschutzes sollen im Gutachten untersucht werden.
  5. Integriertes Gesamtkonzept
    Alle Untersuchungen sind Grundlage für ein zu erarbeitendes integriertes Gesamtkonzept (Strukturkonzept).

Der Zeitrahmen könnte dann folgendermaßen aussehen:

  • Fertigstellung der Gutachten und Vorlage des Strukturkonzepts im Stadtrat 2015
  • Auslegung und Erörterung mit der Bevölkerung 2016/2017
  • Erlass der Bebauungspläne
  • Beginn der Nachverdichtung östlich der S-Bahn S8 2021/2022

 

Übersichtsplan der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme München Nordost:

Übersichtsplan der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme München Nordost
(Quelle: ➜ Landeshauptstadt München)

 


(neuer)   

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Münchner Nordosten

Der Stadtrat hat am 22. August 2012 für den Bereich zwischen S-Bahnlinie S8 München-Flughafen (östlich), zwischen Stadtgrenze, Lebergmoosweg/ehemalige Gütergleistrasse, Stadtgrenze und Bahnlinie München-Mühldorf (➜ Übersichtsplan) die Einleitung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme beschlossen. Dieser Bereich umfasst eine Fläche von rund 540 Hektar. Es sollen Wohnungen für bis zu 10000 Einwohner und 2000 Arbeitsplätze entstehen. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen zu Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen sollen dem Stadtrat nächstes Jahr vorgelegt werden.

Der BA fordert hierzu eine frühe Bürgerbeteiligung, gemeinsam mit dem zuständigen Referaten.

Auf der Bürgerversammlung des 13. Stadtbezirkes am 25.10.2012 haben die Bogenhausener zwei Anträgen zu diesem Thema zugestimmt:

  • Einen Antrag auf Erstellungs eines Gutachtens zum Thema Klimaentwicklung in Städten und Integration dieses Gutachtens in die Planung.
  • Einen Antrag zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung mittels Erstellung eines grundlegenden Bürgergutachtens durch Laien. Diese Bürger sollen anschließend den gesamten Planungsprozess begleiten.
Siehe dazu: ➜ Meldung im Hallo vom 20. Oktober 2012

 

 

Termine und Neuigkeiten

Mitgliederversammlung 2018

Die ordentliche Mitgliederversammlung 2018 hat am Dienstag, den 17.04.2018, stattgefunden.
Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt ➜ (weiter)

 

Informationsveranstaltung
„Münchens Landschaftsschutzgebiete sind bedroht“

Die Bürgerinitiative Fauststrasse 90 führt gemeinsam mit dem BUND Naturschutz am 21. Februar 2018 im Kulturzentrum Trudering eine Informations­ver­an­staltung für die Bevölkerung im Münchner Osten durch...
➜ (weiter)

 

Landwirt Martin Wiesheu in München

Martin Wiesheu hat seinen Hof im Münchener Ortsteil Johanneskirchen. Er und seine Familie bewirtschaften 90 Hektar Ackerfläche, die Stadt München will auf diesen Flächen Wohnungen bauen...
➜ (weiter)

 

Reportage auf ARTE

ARTE berichtet unter dem Titel „Weizen oder Wohnen“ über die Bürgerinitiative ➜ HEIMATBODEN München und den Widerstand gegen die SEM München Nord und die SEM München Nordost.
➜ (weiter)

 

Zweiter Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung

Am 8. Novemeber 2017 veranstaltet die LH München den Zweiten Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung.
➜ (weiter)

 

Juristische Aspekte der SEM München Nordost

Wir haben Herrn Rechtsanwalt Ulrich Numberger und Herrn Rechtsanwalt Martin Engelmann gebeten, uns ihre Sicht auf die SEM München Nordost mitzuteilen.

Insbesondere Grundeigentümer sollten die Abschnitte über Enteignung und Abschöpfung des Planungsgewinnes in der ➜ Stellungnahme zur SEM München Nordost sehr sorgfältig lesen.

➜ (weiter).

 

Versprechen und Wirklichkeit

Beim Gewerbegebiet Hüllgraben weichen Versprechen und Wirklichkeit derart von einander ab, dass wir uns fragen müssen ... ➜ (weiter)

 

Außer Spesen nichts gewesen!

Der Petitionsausschuss des bayerischen Landtages hat uns über die Auswirkungen unserer erfolgreichen Petition informiert ➜ (weiter).

 

Unsere Kritik an der SEM München Nordost

Unsere Kritik, geäußert anläßlich des Workshops am 11. März 2017 zur Vorstellung der Varianten, können Sie ➜ hier einsehen.

 

Probebohrungen auf ökologischer Ausgleichsfläche

Wir haben bei der Landeshauptstadt München angefragt, welchem Zweck die Probebohrungen auf der ökologischen Ausgleichsfläche am Hüllgraben dienen ➜ (weiter).

 

Logistikhalle im Gewerbegebiet Hüllgraben

Wir haben bei OB Reiter nachgefragt wie die Logistikhalle im Gewerbegebiet Hüllgraben mit dem entsprechenden Bebauungsplan vereinbar ist ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen vierten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.

Lesen Sie ihn und unsere Stellungnahme ➜ hier.

 

Fünf Jahre Aufschub für Daglfinger Traber

Jahrelanger Rechtsstreit beendet: Vergleich zwischen Münchner Trabrenn- und Zuchtverein (MTZV) und Investor ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen dritten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.

Lesen Sie ihn ➜ hier.

 

Antwort der LH München zum Hüllgraben

Die LH München hat auf unsere Schreiben zur Erschließung des Gewerbegebiets Hüllgraben geantwortet ➜ (weiter).

 

Antwort von OB Reiter zum Lärmschutz

OB Reiter hat auf unsere Forderungen zum Lärmschutz für Zamdorf, Daglfing und Riem geantwortet ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen zweiten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.
Lesen Sie ihn ➜ hier.

 

Anregungen und Wünsche zur geplanten Bebauung des Münchner Nordostens (SEM)

Die Bürgerinitiative Daglfing stellt ihre Vorschläge zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Münchner Nordosten“ vor. (weiter).


 

Schreiben an die LBK wegen Hüllgraben

Wegen des wenig umweltfreundlichen Vorgehens bei der Erschließung des Gewerbegebiets Hüllgraben haben wir erneut an die LBK geschrieben (weiter).

 

Schreiben von OB Reiter

In unseren Briefwechsel mit der LBK hat sich nun auch OB Reiter eingeschaltet (weiter).

 

Erfolg unserer Landtagspetition wegen OBI

Am Mittwoch, 4. Februar 2015 wurde die von uns eingereichte Petition an den Landtag vor dem Petitionsausschuss behandelt.
Die Mitglieder des Ausschusses haben sich einstimmig unserer Forderung nach Einhaltung des Bebauungsplans angeschlossen (weiter).