Aktuelles zum Bauvorhaben Trabrennbahn Daglfing

Das Gelände des Münchner Trabrenn- und Zuchtvereins (MTZV) mit der Trabrennbahn und das Gebiet zwischen der Burgauer Straße und der Bahntrasse Zamdorf-Johanneskirchen soll mit Wohnungen bebaut werden.

Entwicklungsgebiet Trabrennbahn

Entwicklungsgebiet Trabrennbahn
(Quelle: ➜ Landeshauptstadt München)

Das Gebiet wird inzwischen innerhalb der Städtbauliche Strukturmaßnahme (SEM) München Nordost überplant. Den derzeitigen Planungsstand finden Sie auf der Seite des ➜ Referats für Stadtplanung und Bauordnung.

Eine Zusammenstellung von Informationen zur Langfristigen Siedlungsentwicklung (LaSie) und zur Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für den Münchner Nordosten finden Sie ➜ hier.

 


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Fünf Jahre Aufschub für Daglfinger Traber

Wie „Hallo München“ ➜ hier berichtet, haben die Mitglieder des Münchner Trabrenn- und Zuchtvereins (MTZV) einem Vergleich mit dem Investor Günther Karl zugestimmt, der einen jahrelangen Rechtsstreit beendet und dem Verein für die nächsten Jahre Planungssicherheit gibt.

 


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Der Erhalt des Flohmarktes auf dem Gelände der Trabrennbahn ist gesichert

Die Betreiberin des Flohmarktes in Daglfing, Frau Reber, hat am 04.09.2014 eine Genehmigung von der Lokalbaukommission für 466 Ausstellerplätze bekommen. Damit ist der Erhalt des beliebten und traditionsreichen Flohmarktes, der seit 17 Jahren immer freitags und samstags auf dem Gelände der Trabrennbahn stattfindet, gesichert.

Mit Bescheid der Lokalbaukommission München vom 24.07.2013 wurde die Verlängerung der befristeten Genehmigung für 466 Flohmarktstände auf dem Gelände der Trabrennbahn abgelehnt weil ein Verkehrschaos an Flohmarkttagen erwartet wurde. Die Lokalbaukommission befürchtete, dass bei einem gleichzeitigen Betrieb von Flohmarkt und Baumarkt an der Riemer Straße eine Überlagerung der Verkehrsströme am Wochenende entstehen könnte.

Dies widersprach den im Verkehrsgutachten von Lang + Burkhardt (vom 11.02.2008) gemachten Aussagen zur Verkehrsverträglichkeit des Bauvorhabens, welches für die Baugenehmigung maßgeblich war. Die „Stellungnahme zur Verkehrssituation an Samstagen“ (eingefordert vom BA 13) hatte sich ausführlich mit der verkehrlichen Situation an Samstagen unter Berücksichtigung des Flohmarktes auseinander gesetzt.

Ab Eröffnung des OBI Baumarktes am 17.03.14 sollten die Stadtplätze auf 179 reduziert werden. Das hätte das Aus für den Flohmarkt bedeutet, denn bei einer Reduzierung der Standplätze auf 179 wäre der Flohmarkt für die Betreiberin unrentabel geworden. Da der Bevölkerung aber sehr am Erhalt des traditionsreichen Flohmarktes, wie den Bürgern ja auch im Bebauungsplan zugesichert, gelegen war, hat die Bürgerinitiative Lebenswertes Daglfing eine Petition an den Bayerischen Landtag gerichtet mit der Bitte um Überprüfung des Sachverhaltes. Im Antwortschreiben war die Lokalbaukommission zuversichtlich eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.

Zusätzlich haben die Bürgerinitiative Lebenswertes Daglfing und Mitglieder des Bezirksausschuss 13 am 14. und 15.03.2014 eine Unterschriftenaktion (vor der Eröffnung des OBI Baumarktes) durchgeführt um den Flohmarkt zu erhalten. Die Aussteller und Besucher des Flohmarktes haben diese Unterschriftenaktion in besonderer Weise unterstützt und es konnten dabei 4800 Unterschriften für den Erhalt des Flohmarktes gesammelt werden.

Frau Reber, die Betreiberin des Flohmarktes bedankt sich bei allen Unterstützern und freut sich über den sehr großen Zuspruch zum Erhalt des Flohmarktes.

 


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Süddeutsche Zeitung vom 23./24.11.2013: „Unrecht und zu billig“

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vonm 23./24.11.2013 auf Seite R16 über den umstrittenen Verkauf der Trabrennbahn Daglfing:

Unrecht und zu billig

Der Streit um Daglfing spitzt sich zu: Münchens Trabrennverein will beweisen, dass sein ehemaliger Vorsitzender Max Stadler die Rennbahn zum Spottpreis an den Unternehmer Günther Karl veräußert hat. Statt 16 Millionen soll das städtebaulich interessante Gelände ein vielfaches wert sein. Am Dienstag ist Prozessauftakt vor dem Landgericht.

von Andreas Liebmann

Östlich der Flughafenlinie S8 liegt eine der letzten verbliebenen großen freien Flächen in München. Bis zu 11 000 Wohnungen könnten nördlich von Daglfing entstehen. Der Stadtrat will das Gebiet entwickeln, doch noch ehe er sich am kommenden Mittwoch wieder mit dem Thema beschäftigen kann, spitzt sich der Streit um eines der größten Spekulationsobjekte am Rande dieses Areals zu: die Rennbahn Daglfing. Der Münchner Trabrenn- und Zuchtverein (MTZV), der sein Grundstück im Jahre 2005 an den Bauunternehmer Günther Karl verkauft hat, glaubt beweisen zu können, dass sein damaliger Vorsitzender Max Stadler und Karl bei dem Geschäft gemeinsame Sache gemacht haben - zum Schaden des Vereins.

Am kommenden Dienstag soll am Münchner Landgericht das Hauptverfahren beginnen, in dem der Verein sich sein Gelände zurückholen will. Er hält das Grundstücksgeschäft für sittenwidrig und den Kaufvertrag für nichtig. Eine vorzeitige Überschreibung des Eigentums an Karl gegen die Stellung von Sicherheiten hatten die MTZV-Anwälte zunächst verhindert. Nun steht die gerichtliche Klärung an, die sich über mehrere Instanzen ziehen kann.

Stadler und Karl sollen dem Verein gemeinschaftlich geschadet haben. Dem widersprechen beide.

11,5 Millionen Euro hat die Intech Verwaltungsgesellschaft mbH, ein Unternehmen der Karl-Gruppe, dem MTZV für das 20 Hektar große Gelände gezahlt. Der Bauunternehmer aus Innernzell verpflichtete sich ferner dazu, bis 2007 eine Ersatzrennbahn zu bauen, auf die der damals hoch verschuldete Verein umziehen könne. Diese ist in Maisach bei Fürstenfeldbruck geplant, wo Karl ein Grundstück erwarb - bis heute jedoch keine Baugenehmigung hat.

Schon aus diesem Grund sei der Kaufvertrag nichtig, argumentieren die MTZV-Anwälte. Zwar hatten die Parteien im Jahr 2010 - ohne Mitgliederbeschluss - einen notariellen Nachtrag zum Kaufvertrag verfassen lassen, der die Frist zur Fertigstellung der neuen Rennbahn bis 2014 verlängerte, doch auch hier gehen die Anwälte des Trabrennvereins von Nichtigkeit aus: Der Fristverlängerung um sieben Jahre habe kein Gegenwert für den Verein gegenübergestanden, dessen Schulden sich in der Zwischenzeit weiter angehäuft haben.

In seiner bisherigen Argumentation hatte der MTZV darzulegen versucht, dass der Kaufvertrag wegen Wuchers sittenwidrig sei. Er verwies auf Gutachten, die weit höhere Werte ansetzten als jene 16 Millionen Euro, die Karl gezahlt hat (eingerechnet den Bau der Ersatzrennbahn).

Neu und brisant ist nun, dass der MTZV belegen will, dass Karl der im Trabrennsport engagierten Hamburger Unternehmerfamilie Herz im Jahr 2009 die Grundstücke in Daglfing und Maisach zum Kauf angeboten hat - für zusammen 55 Millionen Euro. MTZV-Präsident Peter Schrägle versichert, dass sein Vorgänger Stadler bei den Verhandlungen mit Karl gemeinsam auftrat. Somit müssten beide gewusst haben, dass das Grundstück etwa das Dreifache jener Summe wert gewesen sei, die Karl dem MTZV zahlen sollte. Dennoch vereinbarten sie im folgenden Jahr die Fristverlängerung für Karl zu unveränderten Konditionen. Stadler erklärt dies mit einem Passus im Vertrag, nach dem sich die Fertigstellungsfrist automatisch verlängerte, sofern bei Verzögerungen die Firma Intech keine Schuld treffe. Stadler bestreitet auch die Verhandlungen nicht. "Natürlich wäre es mit recht gewesen, wenn das jemand gekauft hätte, der sich für Trabrennsport einsetzt", erklärt er, "darin habe ich eine Perspektive gesehen." Er habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. "Ich bin gelernter Metzgermeister und kein Jurist", sagt er, "aber ich habe mich juristisch beraten lassen. Falls etwas falsch gewesen sein sollte, kann man mir das nicht zum Vorwurf machen."

Der MZTV berichtet von einem weiteren Fall aus dem Jahr 2009, in dem ein Makler das Grundstück in Daglfing im Auftrag von Günther Karl einem Immobilienunternehmen angeboten haben soll - für 45 Millionen Euro. Das bestreitet Karl, er habe nie einen solchen Auftrag erteilt. Auf SZ-Nachfrage hatte er stets bestritten, das Gelände zum Kauf angeboten zu haben: "Ich bekomme lose Anfragen, die ich mir höflichkeitshalber anhöre", sagte er - und er bleibt nun bei dieser Darstellung: Zwar habe es "ein loses Gespräch" mit der Familie Herz gegeben, sagt Karl, weil Stadler damit "große Hoffnungen" verbunden habe. "Ich habe gesagt, ich bin für Gespräche offen." Er habe aber "nicht ernsthaft vorgehabt" zu verkaufen. Schließlich sei das Eigentum gar nicht an ihn überschrieben gewesen.

Nach Darstellung der MTZV-Anwälte hätten beide Gesellschaften erhebliche Zweifel an dem Angebot und an den Eigentumsverhältnissen gehabt, unter anderem wegen "des gemeinschaftlichen Auftretens der Herren Karl und Stadler". Eines der Unternehmen bestätigte dies auf Anfrage. Der MTZV sieht in den Vorgängen den Beweis für ein unerlaubtes Zusammenwirken von Stadler und Karl zum Schaden des Vereins ("kollusiv"), die spätestens zum Zeitpunkt der Fristverlängerung im Jahr 2010 gemeinsam davon Kenntnis gehabt hätten, dass Leistung und Gegenleistung in einem groben Missverhältnis gestanden hätten. Günther Karl bestreitet das. Seine Anwälte hatten in einer Klageerwiderung dargelegt, dass das Vereinsgelände in Daglfing zum Zeitpunkt des Vertragabschlusses lediglich 10,8 bis 12,4, im Jahr 2012 nur 20,7 Millionen Euro wert gewesen sei.

Im Fall eines Baurechts sollen Karl und Stadler nach MTZV-Darstellung eine Wertsteigerung auf 80 bis 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben; möglich sei eine Bebauung mit 1200 Wohneinheiten. Die Stadt München hatte damals bereits ein Strukturkonzept für das Gebiet im Nordosten erstellt, um neuen Wohnraum zu schaffen. Seit Herbst 2011 sind dort die Bodenpreise eingefroren, um Spekulationen zu verhindern. Die Trabrennbahn Daglfing lag lange außerhalb des betreffenden Untersuchungsgebiets, inzwischen ist sie Teil davon. Die Stadtverwaltung will prüfen, ob man dort gegebenenfalls die Trabrennbahn, die Riemer Galopprennbahn und die Olympia-Reitanlage zu einem Pferdesportzentrum zusammen fassen könnte.

Karte aus Süddeutscher Zeitung vom 23.11.2013

 

 

Termine und Neuigkeiten

Mitgliederversammlung 2018

Die ordentliche Mitgliederversammlung 2018 hat am Dienstag, den 17.04.2018, stattgefunden.
Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt ➜ (weiter)

 

Informationsveranstaltung
„Münchens Landschaftsschutzgebiete sind bedroht“

Die Bürgerinitiative Fauststrasse 90 führt gemeinsam mit dem BUND Naturschutz am 21. Februar 2018 im Kulturzentrum Trudering eine Informations­ver­an­staltung für die Bevölkerung im Münchner Osten durch...
➜ (weiter)

 

Landwirt Martin Wiesheu in München

Martin Wiesheu hat seinen Hof im Münchener Ortsteil Johanneskirchen. Er und seine Familie bewirtschaften 90 Hektar Ackerfläche, die Stadt München will auf diesen Flächen Wohnungen bauen...
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Reportage auf ARTE

ARTE berichtet unter dem Titel „Weizen oder Wohnen“ über die Bürgerinitiative ➜ HEIMATBODEN München und den Widerstand gegen die SEM München Nord und die SEM München Nordost.
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Zweiter Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung

Am 8. Novemeber 2017 veranstaltet die LH München den Zweiten Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung.
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Juristische Aspekte der SEM München Nordost

Wir haben Herrn Rechtsanwalt Ulrich Numberger und Herrn Rechtsanwalt Martin Engelmann gebeten, uns ihre Sicht auf die SEM München Nordost mitzuteilen.

Insbesondere Grundeigentümer sollten die Abschnitte über Enteignung und Abschöpfung des Planungsgewinnes in der ➜ Stellungnahme zur SEM München Nordost sehr sorgfältig lesen.

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Versprechen und Wirklichkeit

Beim Gewerbegebiet Hüllgraben weichen Versprechen und Wirklichkeit derart von einander ab, dass wir uns fragen müssen ... ➜ (weiter)

 

Außer Spesen nichts gewesen!

Der Petitionsausschuss des bayerischen Landtages hat uns über die Auswirkungen unserer erfolgreichen Petition informiert ➜ (weiter).

 

Unsere Kritik an der SEM München Nordost

Unsere Kritik, geäußert anläßlich des Workshops am 11. März 2017 zur Vorstellung der Varianten, können Sie ➜ hier einsehen.

 

Probebohrungen auf ökologischer Ausgleichsfläche

Wir haben bei der Landeshauptstadt München angefragt, welchem Zweck die Probebohrungen auf der ökologischen Ausgleichsfläche am Hüllgraben dienen ➜ (weiter).

 

Logistikhalle im Gewerbegebiet Hüllgraben

Wir haben bei OB Reiter nachgefragt wie die Logistikhalle im Gewerbegebiet Hüllgraben mit dem entsprechenden Bebauungsplan vereinbar ist ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen vierten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.

Lesen Sie ihn und unsere Stellungnahme ➜ hier.

 

Fünf Jahre Aufschub für Daglfinger Traber

Jahrelanger Rechtsstreit beendet: Vergleich zwischen Münchner Trabrenn- und Zuchtverein (MTZV) und Investor ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen dritten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.

Lesen Sie ihn ➜ hier.

 

Antwort der LH München zum Hüllgraben

Die LH München hat auf unsere Schreiben zur Erschließung des Gewerbegebiets Hüllgraben geantwortet ➜ (weiter).

 

Antwort von OB Reiter zum Lärmschutz

OB Reiter hat auf unsere Forderungen zum Lärmschutz für Zamdorf, Daglfing und Riem geantwortet ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen zweiten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.
Lesen Sie ihn ➜ hier.

 

Anregungen und Wünsche zur geplanten Bebauung des Münchner Nordostens (SEM)

Die Bürgerinitiative Daglfing stellt ihre Vorschläge zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Münchner Nordosten“ vor. (weiter).


 

Schreiben an die LBK wegen Hüllgraben

Wegen des wenig umweltfreundlichen Vorgehens bei der Erschließung des Gewerbegebiets Hüllgraben haben wir erneut an die LBK geschrieben (weiter).

 

Schreiben von OB Reiter

In unseren Briefwechsel mit der LBK hat sich nun auch OB Reiter eingeschaltet (weiter).

 

Erfolg unserer Landtagspetition wegen OBI

Am Mittwoch, 4. Februar 2015 wurde die von uns eingereichte Petition an den Landtag vor dem Petitionsausschuss behandelt.
Die Mitglieder des Ausschusses haben sich einstimmig unserer Forderung nach Einhaltung des Bebauungsplans angeschlossen (weiter).