Die Geschichte Daglfings

Daglfing ist ein Stadtteil der bayerischen Landeshauptstadt München, er gehört zu dem Stadtbezirk 13, Bogenhausen.

Ortsbild

Der östlichste Stadtteil Münchens hat um die katholische Kirche St. Philippus und Jakobus seinen alten Ortskern erhalten. Bis heute ist Daglfing ländlich geprägt, einzelne historische Höfe sind noch erhalten. Im Süden liegt die Trabrennbahn, gegründet 1902, die jahrzentelang das Bild Daglfings mit Ställen und Pferdenkoppeln geprägt hat.

In den 1920er-Jahren erfolgt, bedingt durch das Anwachsen der Bevölkerung Münchens, ein starker Zuzug nach Daglfing. 1924 entsteht die Kolonie an der Daglfinger Straße; 1957 wird um die Oberschlesische Straße eine VdK-Siedlung errichtet; 1983/84 entsteht die Selbsthilfesiedlung für städtische Angestellte und Beamte an der Schichtlstraße. 2001 werden auf Teilen des ehemaligen Stall- und Parkplatzgeländes des Trabervereins Wohnhäuser gebaut, die sog. Reiterhöfe.

Geschichte

Dagfling wird erstmals am 10. Dezember 839 als ad Tagolfingas (Besitzungen des Tagolf oder Tachulf) in einer Schenkungsurkunde genannt. 845 erweitert Bischof Cunihoh diese Schenkung um seinen gesamten Besitz. Ab 1319 gehört Daglfing zu der Grafschaft Ismaning im Hochstift Freising. 1803 wird Daglfing im Zuge der Säkularisation Teil des Kurfürstentums Bayern.

Bei der Gemeindebildung in Bayern 1818 wird aus mehreren kleinen Orten die Gemeinde Daglfing gebildet. Diese ist nur ein loser Zusammenschluss relativ eigenständiger Dörfer und umfasst ab 1820 die Dörfer Dagfling, Englschalking, Johanneskirchen, Zamdorf, den Weiler Denning und die Einöde Steinhausen. Um 1830 ist Daglfing ein Dorf mit Bauernhöfen, wie z.B. dem unter Denkmalschutz stehenden „Meßnerhaus“. 1875 wird Zamdorf und Steinhausen der Gemeinde Berg am Laim zugeordnet.

Das dörfliche Leben ändert sich mit der Eröffnung der Trabrennbahn. Angeregt durch den Gastwirt Franz Burgauer wird 1902 der Münchner Trabrenn- und Zuchtverein gegründet, und am 19. Oktober 1902 findet in Anwesenheit des Prinzregenten Ludwig, des späteren Königs Ludwg III. der Eröffnungsrenntag statt. Vier Jahre später werden Pferdewetten offiziell zugelassen. Tribünen und die Anlage werden stetig ausgebaut, Für die Münchner ist Daglfing und der Pferdesport ein fester Begriff. Im Krieg wird die Anlage zerstört, 1945 dient sie als Kriegsgefangenenlager. 1946 kann der Rennbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Anlage verfügt über drei Rennbahnen (Ringe), die äußerste, die eigentliche Rennbahn ist 1000 Meter lang, es wird links herum gefahren.

1906 erhält Daglfing den Bahnanschluss.

1913 verlegt die Baustoffhandlung Max Niggl seinen Betrieb an die Bahn bei Englschalking.

1922 bezieht Josef Ruhland seine Fabrik für Maschinen und Schweißtechnik nördlich der Riemer Straße (heute Am Eicherhof).

1943 baut Hans Schweiger seine Seilerei auf einem Grundstück entlang der Bahnstrecke neu auf.

Die Eingemeindung nach München erfolgt am 1. Januar 1930, wofür sich der letzte Bürgermeister der Gemeinde Daglfing, Wilhelm Flaschenträger, Besitzer einer Ziegelei in Englschalking, sehr eingesetzt hatte.

1985 Gründung des Reit- und Voltigiervereins München-Daglfing e.V. in unmittelbarer Nähe der Trabrennbahn mit dem Ziel, behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen Reitunterricht zu ermöglichen.

Quellen:

Webseiten von:

Wikipedia, Die freie Enzyklopädie
- Dagfling
- Gemeinde Daglfing

NordOstKultur München
- Achitektur/Trabrennbahn
- Viertel/Dagfling/Historie

www.pferdewetten.org

www.rvv-daglfing.de

 

 

Termine und Neuigkeiten

Mitgliederversammlung 2018

Die ordentliche Mitgliederversammlung 2018 hat am Dienstag, den 17.04.2018, stattgefunden.
Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt ➜ (weiter)

 

Informationsveranstaltung
„Münchens Landschaftsschutzgebiete sind bedroht“

Die Bürgerinitiative Fauststrasse 90 führt gemeinsam mit dem BUND Naturschutz am 21. Februar 2018 im Kulturzentrum Trudering eine Informations­ver­an­staltung für die Bevölkerung im Münchner Osten durch...
➜ (weiter)

 

Landwirt Martin Wiesheu in München

Martin Wiesheu hat seinen Hof im Münchener Ortsteil Johanneskirchen. Er und seine Familie bewirtschaften 90 Hektar Ackerfläche, die Stadt München will auf diesen Flächen Wohnungen bauen...
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Reportage auf ARTE

ARTE berichtet unter dem Titel „Weizen oder Wohnen“ über die Bürgerinitiative ➜ HEIMATBODEN München und den Widerstand gegen die SEM München Nord und die SEM München Nordost.
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Zweiter Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung

Am 8. Novemeber 2017 veranstaltet die LH München den Zweiten Zukunftskongress langfristige Siedlungsentwicklung.
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Juristische Aspekte der SEM München Nordost

Wir haben Herrn Rechtsanwalt Ulrich Numberger und Herrn Rechtsanwalt Martin Engelmann gebeten, uns ihre Sicht auf die SEM München Nordost mitzuteilen.

Insbesondere Grundeigentümer sollten die Abschnitte über Enteignung und Abschöpfung des Planungsgewinnes in der ➜ Stellungnahme zur SEM München Nordost sehr sorgfältig lesen.

➜ (weiter).

 

Versprechen und Wirklichkeit

Beim Gewerbegebiet Hüllgraben weichen Versprechen und Wirklichkeit derart von einander ab, dass wir uns fragen müssen ... ➜ (weiter)

 

Außer Spesen nichts gewesen!

Der Petitionsausschuss des bayerischen Landtages hat uns über die Auswirkungen unserer erfolgreichen Petition informiert ➜ (weiter).

 

Unsere Kritik an der SEM München Nordost

Unsere Kritik, geäußert anläßlich des Workshops am 11. März 2017 zur Vorstellung der Varianten, können Sie ➜ hier einsehen.

 

Probebohrungen auf ökologischer Ausgleichsfläche

Wir haben bei der Landeshauptstadt München angefragt, welchem Zweck die Probebohrungen auf der ökologischen Ausgleichsfläche am Hüllgraben dienen ➜ (weiter).

 

Logistikhalle im Gewerbegebiet Hüllgraben

Wir haben bei OB Reiter nachgefragt wie die Logistikhalle im Gewerbegebiet Hüllgraben mit dem entsprechenden Bebauungsplan vereinbar ist ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen vierten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.

Lesen Sie ihn und unsere Stellungnahme ➜ hier.

 

Fünf Jahre Aufschub für Daglfinger Traber

Jahrelanger Rechtsstreit beendet: Vergleich zwischen Münchner Trabrenn- und Zuchtverein (MTZV) und Investor ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen dritten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.

Lesen Sie ihn ➜ hier.

 

Antwort der LH München zum Hüllgraben

Die LH München hat auf unsere Schreiben zur Erschließung des Gewerbegebiets Hüllgraben geantwortet ➜ (weiter).

 

Antwort von OB Reiter zum Lärmschutz

OB Reiter hat auf unsere Forderungen zum Lärmschutz für Zamdorf, Daglfing und Riem geantwortet ➜ (weiter).

 

Newsletter zur SEM München Nordost

Die LH München hat einen zweiten Newsletter zur SEM München Nordost veröffentlicht.
Lesen Sie ihn ➜ hier.

 

Anregungen und Wünsche zur geplanten Bebauung des Münchner Nordostens (SEM)

Die Bürgerinitiative Daglfing stellt ihre Vorschläge zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Münchner Nordosten“ vor. (weiter).


 

Schreiben an die LBK wegen Hüllgraben

Wegen des wenig umweltfreundlichen Vorgehens bei der Erschließung des Gewerbegebiets Hüllgraben haben wir erneut an die LBK geschrieben (weiter).

 

Schreiben von OB Reiter

In unseren Briefwechsel mit der LBK hat sich nun auch OB Reiter eingeschaltet (weiter).

 

Erfolg unserer Landtagspetition wegen OBI

Am Mittwoch, 4. Februar 2015 wurde die von uns eingereichte Petition an den Landtag vor dem Petitionsausschuss behandelt.
Die Mitglieder des Ausschusses haben sich einstimmig unserer Forderung nach Einhaltung des Bebauungsplans angeschlossen (weiter).